Frühlingswetter lässt auf sich warten Kälte im Norden, Schnee im Süden

Schneebedeckte Wälder, verschneite Straßen: Der Winter ist zurück. Durch den Wetterumschwung und den Frost gab es mehrere Unfälle. Und: Selbst der italienische Vesuv ist weiß bedeckt.
Kein Frühling in Sicht: Eisige Temperaturen und viel Schnee in Stuttgart

Kein Frühling in Sicht: Eisige Temperaturen und viel Schnee in Stuttgart

Foto: Bernd Weißbrod / dpa

Er macht mal wieder, was er will: In diesem Jahr startet der April kalt und ungemütlich. Während es im Südwesten in der Nacht zum Sonntag stark geschneit hat, fielen die Temperaturen im Nordosten auf bis zu minus zehn Grad. In tieferen Lagen, also abgesehen von Gipfeln wie der Zugspitze, war die Schneedecke in Baden-Württemberg am dicksten: »Niederstetten hat am Sonntagmorgen 27 Zentimeter gemeldet«, sagte ein Meteorologe vom Deutschen Wetterdienst.

Auf der Schwäbischen Alb seien an mehreren Stationen 20 Zentimeter gemessen worden, und selbst in München lagen zehn Zentimeter Schnee. Ungewöhnlich sei vor allem die örtlich große Schneemenge, sagte der DWD-Experte. Weniger Schnee habe es öfters auch schon Ende April oder sogar Anfang Mai gegeben.

Richtig kalt war es in der Nacht weiter nördlich. Die niedrigste Temperatur wurde in Wernigerode gemessen, mit minus 10,5 Grad. In Eslohe im Sauerland und rund um den Harz waren die Minusgrade ebenfalls zweistellig – bei minus zehn Grad.

Zahlreiche Unfälle in Bayern

Wegen des starken Schneefalls und Glätte kam es am Samstag im Umkreis der bayerischen Stadt Fürstenfeldbruck zu 13 Unfällen mit sieben Verletzten. Der Polizei zufolge war der Grund für die Unfälle, dass die Autofahrer ihre Geschwindigkeit nicht an die Witterung angepasst hatten.

Der folgenschwerste Unfall ereignete sich auf der Autobahn 96 nahe Windach im Kreis Landsberg am Lech. Wie die Polizei Fürstenfeldbruck mitteilte, überholte ein 22-jähriger Fahrer trotz schneeglatter Fahrbahn das Fahrzeug vor ihm. Dabei geriet sein Auto ins Rutschen, kam von der Fahrbahn ab, prallte gegen einen Baum und überschlug sich. Das Auto blieb auf dem Dach liegen. Einer der Insassen wurde aufgrund einer Wirbelverletzung mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Fahrer und Beifahrer wurden leicht verletzt.

Wintereinbruch auch in Italien

Auch in Italien ist am Wochenende mancherorts der Winter zurückgekehrt. Auf dem Vesuv etwa fiel am Samstag Schnee, der rund 1280 Meter hohe Vulkan bei Neapel im Süden des Landes war danach von einer weißen Schicht bedeckt. Auch in anderen Teilen des Landes, etwa in den bei Touristen beliebten Orten Cinque Terre in Ligurien und auf der Urlaubsinsel Sardinien, schneite es. Dazu kamen vor allem in Mittel- und Süditalien starke Winde und Unwetter. Bei einem plötzlichen Gewitter in Rom schlug ein Blitz in einem Baum des Parks Villa Borghese ein. Der Baum stürzte um und traf zwei Frauen; eine von ihnen wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht.

kah/dpa
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