Wetterexperte in Haft Anklage im Fall Kachelmann noch nicht sicher

Ein Ende der Untersuchungshaft für Jörg Kachelmann ist nicht abzusehen. Vorerst sei kein weiterer Haftprüfungstermin vorgesehen, teilte die Staatsanwaltschaft Mannheim mit. Die Behörde schloss aber auch den möglichen Verzicht auf eine Anklage gegen den Moderator nicht aus.
Moderator Kachelmann (Archivfoto): Tatverdacht und Fluchtgefahr

Moderator Kachelmann (Archivfoto): Tatverdacht und Fluchtgefahr

Foto: STRINGER/GERMANY/ REUTERS

Jörg Kachelmann

Mannheim - Die Staatsanwaltschaft geht noch nicht fest davon aus, dass sie Anklage gegen den ARD-Wettermoderator erhebt. Der Sprecher der Justizbehörde, Andreas Grossmann, sagte am Montag: "Nach unserer Einschätzung besteht weiter dringender Tatverdacht und Fluchtgefahr."

Ob es zum Prozess kommen werde, sei aber offen. "Vielleicht kommt es nie zu einer Anklage", sagte Grossmann. Deshalb sei auch die Dauer der Untersuchungshaft nicht absehbar. Kachelmanns Anwalt habe bisher keinen neuen Haftprüfungstermin beantragt.

Kachelmann war am 20. März wegen Vergewaltigungsvorwürfen einer Frau aus Schwetzingen am Frankfurter Flughafen festgenommen worden und sitzt seither in U-Haft. Laut SPIEGEL-Informationen war die Kommandoaktion der Polizei wochenlang vorbereitet worden.

Der Schweizer Staatsbürger beteuert seine Unschuld. Seine Anwälte bezeichneten die Vorwürfe der Frau als frei erfunden.

jok/dpa
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