SPIEGEL ONLINE

SPIEGEL ONLINE

27. Juli 2011, 15:46 Uhr

Wettermoderator

Kachelmann erwirkt Verfügung gegen Ex-Freundin

Die Ex-Freundin von Jörg Kachelmann darf nicht länger behaupten, er habe sie "unter Einsatz eines Messers vergewaltigt" - das hat der Wettermoderator mit einer einstweiligen Verfügung des Landgerichts Köln erwirkt. Das Verbot gilt auch für die Zeitschrift "Bunte".

Köln - Ende Mai sprach das Landgericht Mannheim Jörg Kachelmann vom Vorwurf der Vergewaltigung frei, knapp zwei Wochen später wiederholte die Ex-Freundin des Wettermoderators ihren Vorwurf im Gespräch mit der Zeitschrift "Bunte". Nun hat Kachelmann eine einstweilige Verfügung gegen die 38-Jährige erwirkt: Sie darf nach dem Beschluss des Landgerichts Köln nicht mehr öffentlich behaupten, Kachelmann habe sie "unter Einsatz eines Messers vergewaltigt".

Das Landgericht Köln bestätigte am Mittwoch, dass sowohl gegen die Frau als auch gegen die "Bunte" einstweilige Verfügungen ergangen seien. Eine Sprecherin des Burda-Verlags sagte, es werde derzeit geprüft, ob die "Bunte" gegen den Beschluss des Landgerichts rechtlich vorgeht. Rechtsanwalt Thomas Franz, der Kachelmanns Ex-Freundin als Nebenklägerin vor Gericht vertreten hatte, wollte sich nicht äußern.

Die Mannheimer Richter hatten Kachelmann nach dem Grundsatz "in dubio pro reo", im Zweifel für den Angeklagten, freigesprochen.

Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Nebenklägerin legten gegen das Urteil Revision ein. Kachelmann hatte stets betont, er sei zu Unrecht beschuldigt worden. Nach dem Freispruch übte er in zwei ausführlichen Interviews scharfe Kritik an Staatsanwaltschaft und Medien. Zuletzt kündigte der Wettermoderator neue Projekte mit seinem Unternehmen Meteomedia an.

hut/dpa

URL:

Verwandte Artikel:

Mehr im Internet


© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung