Bis zu 34 Grad Celsius Es wird (wieder) heiß

An manchen Orten in Deutschland ist im August noch gar kein Niederschlag gemessen worden – und der Trend setzt sich wohl fort. Die Meteorologen erwarten diese Woche zudem hochsommerliche Temperaturen.
Bewässerungsaktion im Lene-Vogt-Park in Leipzig: Die Bäume leiden stark unter der Trockenheit

Bewässerungsaktion im Lene-Vogt-Park in Leipzig: Die Bäume leiden stark unter der Trockenheit

Foto: Sebastian Willnow / picture alliance/dpa

Erneut steht Deutschland eine heiße Woche bevor: Vielerorts werden die Temperaturen den Prognosen zufolge auf hochsommerliche 26 bis 34 Grad klettern. »Nachdem das Tief Karin Teilen von Deutschland Regen, teilweise in großen Mengen, geschenkt hat, ist nun wieder Hoch Piet in der Poleposition«, sagte Meteorologe Lars Kirchhübel vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach. Die Trockenheit vor allem im Westen Deutschlands setze sich ohne Aussicht auf Linderung fort.

Der Ableger des Azorenhochs bestimme in weiten Teilen West- und Mitteleuropas in den nächsten Tagen das Wetter, sagte der Wetterfachmann. »Allerdings gibt es auch in Deutschland immer wieder Gerangel in den Randbereichen.« Atlantische Tiefs wie Lavinia versuchten zwischen Island und Norwegen mit ihren Ausläufern auf das Festland vorzudringen. Dabei würden meist aber nur der Nordwesten Deutschlands und die Küstenregionen gestreift.

Wo kurze Schauer möglich sind

Von Oder und Neiße bis zum Erzgebirge und in Südostbayern muss jedoch mit dichteren Wolkenfeldern und geringen Niederschlägen gerechnet werden. Dafür verantwortlich ist ein hoch reichendes Tief über dem Balkanraum. Auch im Schwarzwald seien kurze Schauer möglich. »Im großen Rest des Landes kann sich Hoch Piet weitgehend behaupten, wenngleich es seinen Schwerpunkt zur neuen Woche nach Dänemark verlagert«, betonte der Meteorologe.

Es bleibt zu trocken. Nach dem europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage wird der August insgesamt – abgesehen von wenigen Gebieten in Ostdeutschland – im Vergleich zum vieljährigen Mittel deutlich zu trocken ausfallen. Vor allem im Westen und Süden seien die Abweichungen deutlich.

Schwarzwald, Hochrhein und das Allgäu bis zum Bayerischen Wald hätten aufgrund der hohen Regenmengen der vergangenen Tage voraussichtlich keine größeren Probleme. »Der Blick nach Rheinland-Pfalz, in die Südhälfte Hessens, in die Westhälfte Nordrhein-Westfalens sowie Unterfrankens zeigt da schon ein anderes Bild«, sagte Kirchhübel. In den vergangenen 30 Tagen seien dort mancherorts nur etwa zehn Prozent des üblichen Niederschlags gefallen. »An einzelnen Stationen ist im August noch überhaupt kein Niederschlag gemessen worden.« So etwa in Würzburg.

jus/dpa
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