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03. Dezember 2018, 23:04 Uhr

Weltgesundheitsorganisation

Expertenkommission soll über Genmanipulation am Menschen beraten

Der Fall der mutmaßlich genmanipulierten Babys in China sorgt für Aufregung. Nun will die WHO die Frage klären, ob solche Behandlungen in Erwägung gezogen werden dürfen oder nicht.

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO) will Genom-Manipulation an Keimzellen nicht von vornherein als Therapie bei Krankheiten ausschließen. Im November hatte ein chinesischer Forscher die angeblich erste Geburt von Babys mit manipulierten Genomen in China bekanntgegeben. Dies hatte weltweit einen Sturm der Entrüstung ausgelöst.

Die WHO sei dabei, ein Expertengremium einzuberufen, um alle Aspekte der umstrittenen Technik zu untersuchen, sagte WHO-Generalsekretär Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf.

"Genom-Editierung wirft ethische, soziale und Sicherheitsfragen auf", sagte Tedros. "Es ist gut, wenn Experten sich hinsetzen und sich aller Fragen annehmen, um zu sehen, wie die Methode eingesetzt werden kann." Ausgangsfrage müsse sein, ob solche Methoden überhaupt in Erwägung gezogen werden sollen.

Forscher He Jiankui von der Southern University of Science and Technology in Shenzhen hat nach eigenen Angaben das Genom der vor Kurzem geborenen Zwillingsmädchen Lulu und Nana bei der künstlichen Befruchtung manipuliert, um sie vor einer möglichen Infektion mit dem Aids-Erreger zu schützen.

sth/dpa

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