Wintereinbruch Hunderte Verkehrsunfälle in Norddeutschland

Zwei Tote, Hunderte Unfälle, Dauerschichten für die Räumdienste: In Norddeutschland hat der Wintereinbruch die Autofahrer überrascht - auch auf den Flughäfen kam es zu Behinderungen.

Hamburg - Die ersten ergiebigen Schneefälle in den nördlichen Bundesländern, in Nordrhein-Westfalen und in Hessen haben für Hunderte Verkehrsunfälle auf glatten Straßen gesorgt. In Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern waren die ganze Nacht über Räumfahrzeuge im Einsatz.

Aufgrund der Schneeglätte stieg nach Polizeiangaben die Zahl der Verkehrsunfälle. Einige Autos kamen von der Straße ab und rutschten in einen Graben. Verletzte habe es nicht gegeben.

Heute muss im Südosten Schleswig-Holsteins und rund um Hamburg mit überfrierender Nässe gerechnet werden, teilte der Wetterdienst Meteomedia mit.

Am Hamburger Flughafen heben heute Vormittag die Flugzeuge mit bis zu einer Stunde Verspätung ab, weil die Maschinen vor dem Start enteist werden müssen. In Düsseldorf und Frankfurt am Main läuft der Flugverkehr indes wieder nach Plan. Plustemperaturen haben hier den Schnee schmelzen lassen.

Der Wintereinbruch hat bereits gestern Westeuropa lahmgelegt: Die heftigen Schneefälle hatten in Großbritannien, Benelux und Teilen Deutschlands für ein Verkehrschaos gesorgt. Es gab unzählige Unfälle und Mega-Staus; Flughäfen wurden vorübergehend geschlossen.

Allein in Nordrhein-Westfalen gab es gestern Abend Hunderte Autounfälle. Eine 23 Jahre alte Autofahrerin verunglückte tödlich bei Gütersloh, ein 19 Jahre alter Autofahrer starb in Detmold. Eine 21-Jährige verlor bei einem Unfall im niedersächsischen Meinersen beide Beine und schwebt noch in Lebensgefahr.

fba/dpa

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