Winterwetter Marinehubschrauber rettet zwei Säuglinge

Schnelle Hilfe bei Nebel und Schnee: Ein Marinehubschrauber aus Kiel hat innerhalb von 24 Stunden zwei Säuglinge in Spezialkliniken geflogen. Ein ziviler Rettungshubschrauber konnte wegen der schwierigen Wetterverhältnisse nicht starten.


Glücksburg - Zwei Einsätze binnen 24 Stunden: Zunächst musste der Marinehubschrauber am Dienstag einen drei Wochen alten Jungen aus Oldenburg in Niedersachsen wegen akuter Herzprobleme ins Krankenhaus nach Kiel bringen. Wegen der schwierigen Wetterlage konnte kein ziviler Hubschrauber starten.

Deshalb flog ein Rettungshubschrauber der Marine von Kiel-Holtenau aus nach Oldenburg und brachte das Baby zusammen mit dem behandelnden Arzt und einer Krankenschwester in die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt. Die dortige Klinik ist auf Herzerkrankungen von Kindern spezialisiert.

Am Mittwoch wurde der Hubschrauber vom Marinefliegergeschwader 5 erneut alarmiert - wegen eines drei Wochen alten Säuglings mit Herzproblemen. Der Junge aus Schwerin konnte ebenfalls wegen des Wetters nicht mit einem zivilen Rettungshubschrauber transportiert werden. In einer speziellen Wärmebox wurde der kleine Patient im Beisein eines Arztes und einer Krankenschwester nach Kiel geflogen. Der Marinepilot, Kapitänleutnant Jürgen Richter, 41, aus Kiel, sagte dazu nur: "Das Wetter war für uns fliegbar."

Das Marinefliegergeschwader 5 in Kiel-Holtenau verfügt als einziger Verband der Bundeswehr über Hubschrauber vom Typ "Sea King". Sie können nach Marineangaben selbst bei schwierigen Sichtbedingungen noch sicher fliegen.

han/dpa/ddp/APD



© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.