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30. August 2011, 21:12 Uhr

Wirbelsturm

"Irene" forderte mehr Opfer als bisher bekannt

Traurige Bilanz eines Unwetters: Die Opferzahl des Wirbelsturms "Irene" beziffern Behörden am Dienstag auf 36 Tote, Medien zufolge starben in dem Unwetter in den USA 41 Menschen. An der Nordostküste werden abgeschnittene Orte aus der Luft versorgt, in Kanada gelten zwei Menschen als vermisst.

New York/Montreal/Miami - Trotz der vielen Vorkehrungen gegen den Wirbelsturm "Irene" ist die Opferzahl weiter gestiegen. Auf seinem Weg durch die USA und Kanada hat das tropische Unwetter etwa 40 Menschen das Leben gekostet. Behörden bestätigten am Dienstag 36 Tote; Medien berichteten, dass bis zu 41 Menschen starben.

In den Vereinigten Staaten hatte "Irene" nur die Stadt New York weitgehend ungeschoren gelassen. Während dort die Aufräumarbeiten fortgesetzt und die Flughäfen an der US-Ostküste wieder geöffnet wurden, mussten unter anderem in den Bundesstaaten New York, North Carolina, Pennsylvania und New Jersey Menschen ihr Leben lassen.

Tropische Stürme sind in den Neuengland-Staaten eine Seltenheit, hunderte Häuser und viele Brücken wurden zerstört. Im US-Bundesstaat Vermont begannen die Behörden am Dienstag, abgeschnittene Städte wie Cavendish, Hancock, Pittsfield, Stockbridge, Strafford and Stratton per Hubschrauber mit Lebensmitteln zu versorgen. Insgesamt sind 13 Ortschaften vom Rest des Staates isoliert.

In Kanada galten am Dienstag zwei Menschen als vermisst: In der Provinz Québec war ein 81-Jähriger bei Shawinigan nicht von einem Spaziergang heimgekehrt; in derselben Provinz wurde ein Mann in seinem Auto weggespült, der Beifahrer hatte sich noch retten können.

In der Nacht zum Dienstag ist über dem Atlantik ein neues Unwetter entstanden. Tropensturm "Katia" schob sich mit 28 Kilometern pro Stunde nach Westen auf die Antillen zu, teilte das US-Hurrikanzentrum in Miami am Dienstag mit. "Katia" werde sich weiter verstärken, hieß es in dem Bericht, am Donnerstag könne der Sturm Hurrikanstärke erreichen. Ende dieser Woche wird der Sturm nach Berechnungen der Meteorologen nördlich an den Antillen vorüberziehen und sich dann auf die USA zubewegen.

bos/dpa/AP

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