Sturmtief Autofahrer bei Wittenberg von umstürzendem Baum erschlagen

Mit Sturm und Starkregen zog Tief "Mortimer" über Teile Deutschlands. In Sachsen-Anhalt starb ein Mann in seinem Auto, im Emsland wurde ein Lastzug umgeworfen. Auch bei der Bahn kommt es zu Behinderungen.

Julian Stähle/ DPA

Während Sturmtief "Mortimer" ist ein Autofahrer bei Wittenberg in Sachsen-Anhalt von einem umstürzenden Baum erschlagen worden. Der Mann war laut Polizei gegen 8.30 Uhr auf einer Landstraße unterwegs gewesen. Der 41-Jährige wurde im Fahrzeug eingeklemmt und starb noch an der Unfallstelle.

Auch an vielen anderen Orten waren die Einsatzkräfte wegen des Sturms im Einsatz. So wurde im brandenburgischen Neuruppin ein Mensch unter einem umgestürzten Baum eingeklemmt. Die Person sei aber ansprechbar gewesen und werde behandelt, sagte eine Polizeisprecherin am Vormittag.

Auf der A31 im Emsland warfen Sturmböen einen Lkw um. Der Fahrer sei bei dem Unfall nach ersten Erkenntnissen leicht verletzt worden, teilte die Polizei mit. Er habe in Höhe Wietmarschen-Lohne die Kontrolle über das Fahrzeug verloren und sei mit dem Gespann auf die Seite gekippt. Die Autobahn wurde zwischen den Anschlussstellen Emsbüren und Lingen in beide Richtungen voll gesperrt.

Auf einer Landstraße bei Möckern in Sachsen-Anhalt wurde ein Auto von einem Baum getroffen. Das Fahrzeug wurde stark beschädigt, der Fahrer blieb unverletzt, wie die Polizei mitteilte.

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Wetter: "Mortimer" bringt viel Regen und umgeknickte Bäume

Auch der Bahnverkehr war wegen des Wetters teilweise stark eingeschränkt. Zwar wurden viele Sperrungen mittlerweile wieder aufgehoben. Dennoch müssen Reisende laut Bahn nach wie vor mit Verspätungen rechnen.

Wegen der Gefahr herabfallender Äste blieben am Montag in Berlin der Zoo sowie der Tierpark geschlossen. Die Tiere seien vorsorglich in Häusern, Stallungen und Unterständen untergebracht worden. Auch die Landesgartenschau in Brandenburg bleibt geschlossen.

Die Verwaltung des Nationalparks Harz warnte vor dem Betreten der Wälder in dem Mittelgebirge. Es könnten jederzeit Bäume umstürzen, sagte Sprecher Friedhart Knolle. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wurden am frühen Montagmorgen Windgeschwindigkeiten von knapp 145 Kilometern pro Stunde auf dem höchsten Berg des Mittelgebirges, dem Brocken, gemessen.

Der DWD warnte vor entwurzelten Bäumen und herabstürzenden Ästen oder Dachziegeln. "Im Norden und Nordosten ist das Schlimmste noch nicht überstanden", sagte ein Sprecher. Etwa von der Ostsee bis zum Erzgebirge bleibe es bis in die Nachmittagsstunden stürmisch, während das Tief ins Baltikum weiterziehe.

Von Dienstag an sollte sich die Wetterlage laut DWD aber wieder entspannen. Dann sei nur noch mit einem mäßigen Südwestwind zu rechnen. Ab den Nachmittagsstunden seien mancherorts noch Gewitter möglich.

bbr/dpa



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