Wut-Flut Betrunkener Schleusenwärter setzt Tirana unter Wasser

Erst griff er zur Flasche, dann zum Haupthahn. Aus Wut hat ein Schleusenwärter die albanische Hauptstadt Tirana geflutet.


Da noch auf dem Trockenen: Pavillon Albaniens auf der Expo
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Berlin - Ein betrunkener Schleusenwärter hat Teile der albanischen Hauptstadt Tirana geflutet. Der Mann habe schon am Freitag aus Verärgerung die Abflusstore eines künstlich angelegten Sees geöffnet, dessen Wassermassen rund 150 Wohnhäuser und etwa 100 Unternehmen beschädigten, bestätigte der stellvertretende Bürgermeister Blendi Gonxhe am Sonntag.

In Teilen Tiranas fiel der Strom aus, weil auch zahlreiche Trafostationen überflutet waren. Warum der Mann so frustriert war und in seiner Trunkenheit bedenkenlos die Schleusen geöffnet hatte, war nicht zu erfahren.

Die Abflüsse konnten erst am Sonntag mit Hilfe von Soldaten geschlossen werden. Inzwischen nahm die Staatsanwaltschaft sowohl den Wärter als auch vier Ingenieure fest. Diese hatten die Dammtore entworfen und installiert. Sie seien daran schuld, dass die Schleusen auf Grund technischer Schwierigkeiten erst am Sonntag geschlossen werden konnten, hieß es. Inzwischen habe sich die Lage normalisiert.



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