Yemenia-Absturz Suchmannschaften orten Flugschreiber des Airbus

Warum ist ein Airbus der Fluggesellschaft Yemenia vor den Komoren ins Meer gestürzt? Fast zwei Monate nach dem Unglück könnte nun der Flugschreiber der Maschine Aufschluss über die Ursache der Katastrophe geben. Er wurde im Indischen Ozean geortet.

Suchtrupps vor den Komoren: Die Mannschaften haben einen Flugschreiber des Airbus entdeckt
AFP

Suchtrupps vor den Komoren: Die Mannschaften haben einen Flugschreiber des Airbus entdeckt


Johannesburg - Die Untersuchungskommission des Inselstaats teilte mit, dass der Flugschreiber in 1200 Metern Tiefe geortet worden sei. Bei dem Absturz vor rund zwei Monaten waren 152 der 153 Insassen ums Leben gekommen.

Die Arbeiten für die Bergung hätten begonnen, hieß es. Die registrierten Flugdaten und Geräusche sollen Aufschluss über die Absturzursache geben. Ein französischer Hochseeschlepper hatte am 20. August mit einem Tauchroboter im Absturzgebiet die Suche nach dem Wrack wieder aufgenommen.

Nach Angaben des Roten Kreuzes wurden außerdem zehn weitere Leichen geborgen. Damit stieg die Zahl der geborgenen Opfer auf 37.

Die Airbus 310 der Fluggesellschaft Yemenia war am 30. Juni auf dem Weg von Paris nach Moroni, der Hauptstadt der Komoren, im nächtlichen Landeanflug abgestürzt. Nur ein Mädchen hatte das Unglück überlebt. Die 13-Jährige hatte sich bis zu ihrer Rettung stundenlang an ein Wrackteil geklammert und in der vergangenen Woche in einem Interview erstmals öffentlich über die Katastrophe gesprochen.

Die meisten Passagiere der Maschine kamen aus Frankreich und wollten Angehörige besuchen. Jemenitische und französische Experten helfen den komorischen Unfallermittlern. Die Flugschreiber sollen in Frankreich ausgewertet werden.

han/dpa/AFP

© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.