In der Nacht auf Sonntag Die Uhren wurden umgestellt

Eigentlich sollte die Zeitumstellung schon längst Geschichte sein. Bislang konnten sich die EU-Länder aber noch nicht einigen. Also mussten am Sonntagmorgen zumindest die manuellen Uhren vorgestellt werden.
Das Kunstwerk »Zeitfeld« von Klaus Rinke in Düsseldorf

Das Kunstwerk »Zeitfeld« von Klaus Rinke in Düsseldorf

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Fabian Strauch/ DPA

In der Nacht zum Sonntag begann in Deutschland wie in den meisten Ländern Europas die Sommerzeit. Die Uhren wurden von 2 Uhr auf 3 Uhr vorgestellt, das bedeutet eine Stunde weniger Schlaf. Frühaufsteher müssen bis Ende Oktober morgens länger auf die ersten Sonnenstrahlen warten, abends ist es dafür länger hell.

Für einen technisch reibungslosen Ablauf der Umstellung ist die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig zuständig. Smartphones passen die Zeit in der Regel automatisch an, lediglich manuelle Uhren müssen noch händisch umgestellt werden.

In der EU sollte die Zeitumstellung schon längst Geschichte sein. 2018 hatte der damalige EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker verkündet: »Die Zeitumstellung gehört abgeschafft.« Erst war das Ende für 2019 geplant, dann für 2021. Ob sie dauerhaft Sommer- oder Winterzeit wollen, haben die 27 EU-Mitgliedstaaten bislang aber noch nicht geklärt.

Die Sommerzeit wurde 1980 in Deutschland aus Gründen der Energieeinsparung eingeführt. Kritikern zufolge sind die Einspareffekte allerdings gering, auch klagen einige Menschen über vorübergehende Schlafstörungen. Andere freuen sich über längere helle Sommerabende.

hba/dpa/AFP