Zeitumstellung Die Sommerzeit ist zu Ende

Seit Sonntagmorgen gilt in Deutschland wieder die Normalzeit; die Uhren wurden um eine Stunde zurückgestellt. Ein Ende der Zeitumstellung ist nicht in Sicht – zu unterschiedlich sind die Interessen
Die Turmuhr der Martin-Luther-Kirche in Schönhagen, Niedersachsen (Archivbild): Seit Sonntag gilt in Deutschland wieder die Winterzeit; die Uhren werden um eine Stunde zurück gestellt

Die Turmuhr der Martin-Luther-Kirche in Schönhagen, Niedersachsen (Archivbild): Seit Sonntag gilt in Deutschland wieder die Winterzeit; die Uhren werden um eine Stunde zurück gestellt

Foto: Swen Pförtner / dpa

In Deutschland gilt wieder die Normalzeit: Am Sonntag um 03.00 Uhr sind die Uhren um eine Stunde zurückgestellt worden: von der bisherigen Sommerzeit (MESZ) auf die mitteleuropäische Zeit (MEZ). Die Nacht wurde damit eine Stunde länger.

Mit der Zeitumstellung ist es morgens nun wieder früher hell und abends eher dunkel.

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Die Sommerzeit wurde 1980 in Deutschland eingeführt. Das Vorstellen der Uhr im Frühjahr sollte zum Energiesparen in der hellen Jahreszeit beitragen, de facto halten sich die Effekte in Grenzen. Zudem macht der Wechsel zwischen Sommer- und Winterzeit manchen Menschen gesundheitlich zu schaffen.

Viele Menschen fordern deshalb ein Ende der Zeitumstellung. Es ist aber noch nicht absehbar, wann die Europäische Union entsprechende Pläne in die Tat umsetzt. Denn die Mitgliedstaaten konnten sich bislang nicht auf ein gemeinsames Vorgehen einigen.

Die Interessen der einzelnen Nationen sind höchst unterschiedlich. Ohne die Sommerzeit wäre es in östlichen EU-Staaten wie Polen im Sommer schon um 3.00 Uhr morgens hell. Mit einer dauerhaften Sommerzeit hingegen ginge die Sonne im Westen im Winter sehr spät auf: in Spaniens Hauptstadt Madrid etwa zeitweise erst nach 9.30 Uhr.

Durch die Zeitumstellung werden solche Extreme vermieden. Im April hat die Brüsseler Kommission im EU-Amtsblatt schon einmal die Termine für Sommer- und Winterzeit bis einschließlich 2026 festgelegt.

che/AFP