Folgenreicher Ausfall Millionen Menschen in Zentralasien ohne Strom

In Kasachstan, Kirgisistan und Usbekistan waren am Dienstag Millionen Menschen von einem Stromausfall betroffen. Das Problem ist in den Ländern nicht neu – aber das Chaos nimmt diesmal ungekannte Ausmaße an.
Ein Polizist leitet Menschen über die Straße: In Kirgisistan funktionierte nichts mehr, was mit Strom betrieben wird

Ein Polizist leitet Menschen über die Straße: In Kirgisistan funktionierte nichts mehr, was mit Strom betrieben wird

Foto: VYACHESLAV OSELEDKO / AFP

Eine schwere technische Panne hat Millionen Menschen in mehreren zentralasiatischen Ländern zwischenzeitlich von der Stromversorgung abgeschnitten. Am Dienstag sei eine wichtige Stromleitung außerplanmäßig unterbrochen worden, teilte das Energieministerium von Kasachstan mit. Daraufhin fiel unter anderem in der Millionenstadt Almaty der Strom aus. Auch Kirgisistan sowie mehrere Regionen im bevölkerungsreichen Usbekistan waren betroffen.

In Usbekistan und Kirgisistan hatten Flughäfen vorübergehend den Betrieb einstellen müssen. Medien berichteten von vielerorts stillstehenden U-Bahnen, ausgefallenen Ampeln und von Touristen, die in Skiliften feststeckten. Die genauen Hintergründe des Defekts würden noch untersucht, hieß es von den Behörden der drei Länder. An der vollständigen Wiederherstellung der Stromversorgung werde laut Energieministerium gearbeitet.

Die Stromnetze der drei Ex-Sowjetrepubliken sind miteinander verbunden. Über Kasachstan reicht außerdem eine Verbindung bis nach Russland, von wo bei Engpässen Strom geliefert werden kann. Besonders in Kirgisistan und Usbekistan klagen die Menschen immer wieder über Stromausfälle und eine instabile Versorgung.

Bei diesem großflächigen Ausfall handelte es sich um die folgenreichste Panne der vergangenen Jahre.

sah/dpa