Zerbrochen in zwei Teile Binnenschiff havariert auf der Hunte

Ein mit Erz beladenes Binnenschiff ist auf der Hunte bei Neuenhuntorf havariert - und in zwei Teile auseinandergebrochen. Der Nebenfluss der Weser bleibt einige Tage für die Schifffahrt gesperrt, Experten bezeichnen die Bergung des Frachters als "Mammutaufgabe".

Bergung des havarierten Binnenschiffes auf der Hunte: "Das ist eine Mammutaufgabe"
dapd

Bergung des havarierten Binnenschiffes auf der Hunte: "Das ist eine Mammutaufgabe"


Neuenhuntorf - Ein havariertes Binnenschiff blockiert die Hunte: Möglicherweise wegen eines Ruderausfalls war die "Janine" auf dem Nebenfluss der Weser mit dem Bug in die Uferbefestigung geraten und hatte sich festgefahren, wie das Wasser- und Schifffahrtsamt Bremen mitteilte. Durch die starke Strömung schlug das Schiff quer und setzte sich auch mit dem Heck auf der anderen Uferseite fest.

Ein Schlepper versuchte noch vergeblich, den Havaristen aus der Böschung zu befreien. Bei ablaufendem Wasser hing das 85 Meter lange Schiff schließlich in der Luft. Dadurch konnte der Frachter die rund 1100 Tonnen schwere Ladung nicht mehr tragen und brach drei Stunden nach der Havarie auseinander. Der Kapitän und seine Familie hatten sich zuvor unverletzt an Land gerettet. Der niederländische Frachter mit drei Menschen an Bord war auf dem Weg von Oldenburg nach Brake, als er nahe der Wesermündung havarierte. Die Schadenshöhe steht noch nicht fest.

Bergung dauert vermutlich mehr als eine Woche

Spezialkräfte versuchten am Mittwoch, größere Umweltschäden zu verhindern, wie die Wasserschutzpolizei mitteilte. Das Technische Hilfswerk legte vorsorglich Ölsperren aus. Ein Auslaufen von Dieselöl konnte aber verhindert werden.

Der Havarist soll mithilfe eines Schwimmkrans geborgen werden. Dies werde vermutlich länger als eine Woche in Anspruch nehmen, sagte ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes: "Das ist eine Mammutaufgabe." Zunächst soll die Ladung vom Wasser aus geborgen werden, anschließend die beiden Schiffsteile. Das Huntesperrwerk wurde geschlossen, um Wasserstandsschwankungen zu verhindern und das Schiff stabil zu halten.

Der Fluss bleibt zunächst für die Schifffahrt gesperrt. Berufsschiffer müssen einen Umweg von zwei Tagen über die Mittelweser und den Mittellandkanal in Kauf nehmen.

wit/dapd



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