Berliner Zoo Eisbärin Katjuscha im Alter von 37 Jahren gestorben

Sie galt als älteste Eisbärin Europas: Katjuscha ist in ihrem Gehege im Berliner Zoo tot aufgefunden worden. Sie war schon länger krank.
Eisbärin Katjuscha (Archivbild)

Eisbärin Katjuscha (Archivbild)

Foto: Maurizio Gambarini / dpa

Zehn Jahre ist es her, dass mit Knut der bekannteste Eisbär des Berliner Zoos gestorben ist – nun gibt es dort keinen Vertreter seiner Art mehr. Eisbärin Katjuscha ist im Alter von 37 Jahren gestorben. Tierpfleger fanden ihren leblosen Körper bereits an Heiligabend in der Außenanlage, wie der Zoo nun mitteilte .

Sie war den Angaben zufolge die älteste Eisbärin Europas. Im natürlichen Lebensraum würden Eisbären maximal 25 bis 30 Jahre alt. Katjuscha sei seit einigen Jahren herzkrank gewesen und wurde deswegen schon länger behandelt.

Eine Fischtorte zum Geburtstag

Katjuscha wurde im Jahr 1984 im Zoo Karlsruhe geboren und kam im Alter von etwa einem Jahr nach Berlin. Eigenen Nachwuchs zog sie nicht auf.

Nachdem schon vor über sechs Jahren altersbedingte organische Veränderungen und massive Wassereinlagerungen festgestellt worden waren, bekam die Eisbärin Medikamente. Zu ihrem letzten Geburtstag im November habe sie noch eine komplette Fischtorte verzehrt, sagte Zoochef Andreas Knieriem.

Zeitweise lebte Katjuscha mit Eisbär Knut in einer Anlage. Knut kam 2006 auf die Welt, der kleine Eisbär löste einen Besucheransturm auf den Zoologischen Garten im Westen der Hauptstadt aus.

Elf Millionen Menschen kamen zum »Knut gucken«, Fanartikel brachten zusätzliche Einnahmen. Allein 2007 bescherte Knut dem Zoo einen Gewinn von rund fünf Millionen Euro. Er starb im März 2011 an einer Gehirnentzündung.

In den kommenden Wochen wolle man entscheiden, wie es im Zoo mit der Eisbärhaltung weitergehe, hieß es. Im Tierpark in Friedrichsfelde im Osten Berlins sind die Tiere noch zu sehen: Dort leben die Eisbären Tonja, zwölf, und ihre Tochter Hertha, drei.

bbr/dpa