Kollision mit Auto Mehrere Menschen sterben bei Zugunglück in New Yorker Vorort

Das Auto stand auf dem Bahnübergang: Ein New Yorker Regionalzug ist mit einem Geländewagen kollidiert und teilweise in Flammen aufgegangen. Mindestens zwölf Menschen wurden verletzt, mehrere starben.


New York - In einem Vorort von New York ist ein Zug mit einem Auto kollidiert. Dabei ging ein Waggon in Flammen auf. Mehrere Menschen sollen ums Leben gekommen sein, unter ihnen auch die Fahrerin des Autos. Die "New York Times" berichtet von sieben Toten. Mindestens zwölf Menschen wurden verletzt.

Der Geländewagen stand offenbar auf den Gleisen eines Bahnübergangs bei Valhalla, etwa 40 Kilometer nördlich von New York. Laut CNN war das Fahrzeug unter einer Schranke eingeklemmt.

Berichten zufolge hatte die Fahrerin den Jeep verlassen, um etwas am Heck des Wagens zu überprüfen. Als sie wieder nach vorne ging, traf die Lokomotive auf das Auto. Der Zug schleifte den Geländewagen noch etwa 250 Meter mit. Die Fahrerin wurde getötet, außerdem sechs Menschen in dem vollbesetzen Zug. Fernsehbilder zeigen das Wrack und einen Teil des ersten Waggons völlig ausgebrannt.

In dem Zug sollen sich mehr als 750 Fahrgäste befunden haben. Unter ihnen war auch Justin Kaback, aus Danbury im US-Bundesstaat Connecticut. "Ich war in der Falle. Da waren Menschen vor mir und hinter mir, ich saß in der Mitte des Waggons fest und es wurde sehr heiß", sagte er dem Sender ABC. "Die Klimaanlage war aus, es gab kaum Luft und es war sehr angsteinflößend, als Leute, die draußen entlangliefen, riefen: 'Der Zug brennt.'"

Zehn Minuten nach der Kollision wurde der Zug evakuiert, die Menschen flohen über Leitern. Rund 400 Menschen aus dem Zug wurden zunächst in einer nahen Turnhalle untergebracht und dann mit Bussen weitergefahren. Viele Vorortzüge mussten im späten Berufsverkehr stehenbleiben.

Der Zug war am Grand Central Terminal in Manhattan gegen 17.45 Uhr Ortszeit gestartet und etwa 45 Minuten später in den Jeep Cherokee gekracht. Gouverneur Andrew Como erklärte, es handele sich um den schwersten Zugunfall, den es auf der Strecke je gegeben habe. "Da sind sieben Menschen, die heute Morgen aufgestanden sind, um ihrer Arbeit nachzugehen, aber heute Abend nicht nach Hause zurückkehren werden", sagte Como.

Die 1983 gegründete Metro-North Railroad betreibt Regionalbahnen und U-Bahnen in New York und Connecticut. In den vergangenen beiden Jahren kam es zu fünf Unfällen mit Toten und Verletzten in den beiden Bundesstaaten. So starben am 1. Dezember 2013 vier Menschen, nachdem in der Bronx ein Zug entgleist war.

vet/ala/dpa/AP



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