Zukunftspläne Dieter Bohlen will Politiker werden

Dieter Bohlen hat genug vom Abwärtskurs der Bundesrepublik. Jetzt will es der Popstar selbst richten. Er plant den Einzug in die Politik: "Das bin ich meinem Vaterland schuldig."


Möchtegern- Politiker Bohlen: "Leistung und Gier"
DDP

Möchtegern- Politiker Bohlen: "Leistung und Gier"

München - "Wenn Schröder nach der Wahl sagt, wir können so weitermachen wie bisher, wird mir Angst und Bange", sagte der Popproduzent dem Münchner Magazin "GQ". Meckern allein aber komme nicht in Frage: "In schwierigen Zeiten hat man Verantwortung für das Land, in dem man geboren wurde", zitierte die "Bild"-Zeitung Bohlen. "Ich überlege jetzt, wie ich mich da mehr engagieren kann."

Beim Blick in die Zukunft befallen Bohlen offenbar dennoch düsterste Ahnungen: "Ich habe das Gefühl, dass die nächsten Jahre ein mittleres Desaster werden", sagte Bohlen gegenüber "GQ". Nötig sei eine Rückbesinnung auf das Leistungsprinzip. "Wir müssen an die Ur-Instinkte der Menschen appelieren: Leistung und Gier", meint Bohlen. "Seid ein bisschen egoistischer! Jeder muss ein bisschen mehr Gas geben."

Der Bundestag eigne sich für eine Wende nur bedingt, denn er sei zur Hälfte mit Lehrern besetzt. "Lehrer denken doch ganz anders als Unternehmer", so Bohlen, der sich eines Studiums der Betriebswissenschaften mit Prädikatsexamen rühmt. "Im Bundestag sollten mehr Wirtschaftslenker sitzen, Leute mit Visionen."

Steuerflucht sei für ihn kein Thema: "Ich zahle lieber brav meine Steuern, das ist mein Solidarbeitrag an die deutsche Gesellschaft. Was nützt mir das viele Geld, wenn ich wie Phil Collins in der Schweiz an irgend so einem Teich sitze und einen Hörsturz bekomme?"



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