Zusammenstoß mit Bus Dutzende Tote bei Zugunglück in der Ukraine

Auf einem Bahnübergang in der Ukraine ist eine alleinfahrende Lokomotive mit einem Linienbus zusammengeprallt. Mindestens 41 Menschen kamen bei dem Unfall ums Leben, zehn weitere wurden schwer verletzt.


Kiew/Moskau - Nach ersten Ermittlungen fuhr der Bus in der Region Dnepropetrowsk südöstlich von Kiew trotz einer blinkenden Signalanlage auf einen Bahnübergang. "Die Ampel war intakt und zeigte an, dass der Übergang gesperrt ist", sagte ein Bahnsprecher. Der Fahrer des Busses habe das rund 700 Meter weit sichtbare Signal offenbar ignoriert.

Der Zusammenstoß mit der Lok hat mindestens 40 Menschen das Leben gekostet, unter ihnen zwei Kinder. Weitere zehn Insassen seien bei dem Unfall verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag nach Angaben der Agentur Interfax. In ersten Meldungen war noch von einem Güterzug die Rede gewesen. Bei dem Zusammenprall mit der Lok, die unterwegs war von Kriwoj Rog nach Saporoschje, sei der Bus völlig zerstört worden, hieß es.

Mehr als 70 Rettungskräfte waren vor Ort. Auch eine Delegation des Innenministeriums der früheren Sowjetrepublik fuhr zur Unglücksstelle in der Nähe der Ortschaft Maximowka.

Ein Sprecher des ukrainischen Präsidenten Wiktor Janukowitsch sagte, der Staatschef lasse sich laufend über die Tragödie informieren und wolle Staatstrauer anordnen. Regierungschef Nikolai Asarow versprach den Angehörigen der Opfer finanzielle Unterstützung. Er ordnete zudem die technische Überprüfung aller Bahnübergänge in der früheren Sowjetrepublik an.

kng/dpa/dapd

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