Berlin - Zum Zeitpunkt des Unglücks trainierte die Bundespolizei einen Einsatz gegen gewaltbereite Fußballfans: Bei einer Großübung mit etwa 580 Beamten sind zwei Hubschrauber miteinander kollidiert und abgestürzt. Dabei sei ein Mensch gestorben, teilte die Feuerwehr mit. Laut "Bild"-Zeitung handelt es sich bei dem Toten um einen Piloten. Der "Tagesspiegel" berichtete unter Berufung auf die Bundespolizei von vier Schwerverletzten. Hinzu kämen mehrere Leichtverletzte.
Der Absturz ereignete sich nach Angaben von Polizei und Feuerwehr gegen 10.30 Uhr unweit des Olympiastadions, auf dem Maifeld. Die Hubschrauber sollten weitere Einsatzkräfte als Nachschub zum angrenzenden S-Bahnhof bringen. Zum Zeitpunkt des Unglücks schneite es. Die beiden Helikopter seien beim Landeanflug in Bodennähe zusammengestoßen, hieß es.
Der genaue Hergang des Unfalls sei bislang noch unklar. Eine Sprecherin der Feuerwehr sagte dem rbb, die Sicht sei extrem begrenzt gewesen, man habe nur einen lauten Knall von dem geplanten Landeplatz gehört. Insgesamt waren laut Bundespolizei drei Hubschrauber an der Übung beteiligt. Der dritte Helikopter konnte offenbar ohne Probleme landen.
Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) machte sich umgehend auf den Weg zum Unfallort, teilte die Behörde mit. "Das ist eine furchtbare Nachricht, die mich sehr mitnimmt. Ich bin in Gedanken bei den Angehörigen des Opfers", sagte Henkel. Die Übung wurde umgehend abgebrochen, das Gelände weiträumig abgesperrt.
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Bei einer Übung der Bundespolizei in Berlin sind zwei Hubschrauber kollidiert und in der Nähe des Olympiastadions abgestürzt. Dabei kam mindestens ein Mensch ums Leben, mehrere wurden verletzt.
Zur Zeit des Unglücks schneite es in Berlin. Wie viel Schnee ein Helikopter aufwirbelt, wird in dieser Aufnahme deutlich, die bei der Übung in Berlin entstand.
Abgestürzte Hubschrauber der Bundespolizei auf dem Maifeld am Olympiastadion: Augenzeugen zufolge sollen die Helikopter im Schneegestöber in niedriger Höhe kollidiert sein.
"Das ist eine furchtbare Nachricht, die mich sehr mitnimmt. Ich bin in Gedanken bei den Angehörigen des Opfers", sagte Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU).
Bundespolizisten verlassen die Unglücksstelle.
Rettungsarbeiten an einem der abgestürzten Hubschrauber: Bei der Großübung sollten bis zu 580 Beamte den Einsatz gegen Fußball-Hooligans üben.
Aus den Helikopterwracks befreiten Polizisten ihre eigenen Kollegen - in den abgestürzten Maschinen hatten Beamte der Bundespolizei gesessen.
Vor der Kollision: Hubschrauber im Landeanflug