Zweifel am Weihnachtsmann Lehrerin gefeuert

Es gibt keinen Weihnachtsmann. Eine gewagte These - vor allem im Advent und vor allem offenbar in Australien. Dort wurde eine Grundschullehrerin genau deshalb vom Dienst suspendiert.


Canberra - Erzürnte Eltern hatten sich über die Aushilfskraft beschwert, die gerade ihren ersten Arbeitstag an der Grundschule des rund 500 Kilometer von Sydney entfernten Ortes Corowa absolviert hatte. Die Kinder seien unter Tränen aus der Schule nach Hause gekommen, berichteten die Eltern. Dann hätten sie erzählt, dass nicht der Weihnachtsmann die Geschenke bringe, sondern die Eltern für die Bescherung sorgten. Eine aufgebrachte Mutter sagte der Zeitung "Daily Telegraph": "Meine drei Kinder glauben jetzt nicht mehr an den Weihnachtsmann. Das versetzt unserem Weinachtsfest einen ganz schönen Dämpfer."

Der Schulleiter hatte die Klagen der Eltern an die für Bildung zuständige Behörde des Bundesstaates New South Wales weitergeleitet. Ein Behördensprecher sagte, die Frau werde vorerst keinen Unterricht mehr geben. Gegen sie sei aber kein Disziplinarverfahren eingeleitet worden. Sie sei allerdings darüber belehrt worden, wie man auf Fragen von Sechsjährigen angemessen zu antworten habe. Die Behörde beziehe keine offizielle Position zum Weihnachtsmann. Sie rate Lehrern aber, Fragen über ihn oder den Osterhasen von den Eltern der Kinder beantworten zu lassen.



© SPIEGEL ONLINE 2001
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.