Als am 10. September 1919 im Schloss von Saint-Germain-en-Laye das letztgültige Ende der Donaumonarchie unter alliierter Regie besiegelt wird, ist Boris Pahor sechs Jahre alt: ein kleiner Junge, der Slowenisch spricht und in Triest lebt. Für die Adriastadt bedeutet das Ende der mehr als halbtausendjährigen Habsburger-Herrschaft den Anschluss an Italien.    

Österreich hätte die Stadt gern behalten, um einen Zugang zum Meer zu haben, auch das neu geschaffene Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen - das spätere Jugoslawien - hatte großes Interesse, vor allem aber Italien. Im Vertrag von Saint-Germain wurde das einstige Weltreich Österreich-Ungarn auf einen kleinen deutschsprachigen Kern reduziert.

Schon 1920 brennt im Zentrum der Narodni Dom, das Kulturhaus der slowenischen Volksgruppe - ein Fanal für den Vormarsch italienischer Faschisten und für ein Jahrhundert blutiger Konflikte. Pahor sah den Brand mit eigenen Augen. Heute ist er ein zierlicher Herr von fast 106 Jahren und glänzt

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