Steffen Patzold ist Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Tübingen

Im 11. Jahrhundert begannen sich viele Städte in Mittel- und Westeuropa zu wandeln. Sie wuchsen rasch, ihre Einwohner erlangten neue Freiheiten und gingen bald schon spezialisierten Tätigkeiten in Handwerk und Handel nach. Parallel dazu formten sich eigene politische Organe aus: Seit dem 12. Jahrhundert übte vielerorts nicht mehr allein ein Bischof oder ein weltlicher Fürst die Herrschaft über die Stadt aus; hinzu trat eine Elite, die den Rat der Stadt bildete. Nicht wenige Städte vermochten sich in den folgenden Jahrhunderten sogar ganz aus der Herrschaft ihres Stadtherrn zu lösen.

Die städtische Revolution des 11. und 12. Jahrhunderts hat das Gesicht Europas geprägt. Sie erst hat die "mittelalterliche Stadt" hervorgebracht und städtische Eliten erstmals seit der Antike wieder zu historischen Akteuren werden lassen. Seither gestalten Städte die Gesellschaft, Wirtschaft und Politik unseres Kontinents

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL Geschichte-Ausgabe 1/2019.
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