Die Bilder berühren auch vier Jahre später noch. Wie große Gruppen von Flüchtlingen am Budapester Ostbahnhof aufbrechen, um über die Autobahn nach Westen zu marschieren, nach Österreich, nach Deutschland. Und es ist kein kleines Verdienst der ZDF-Dokufiktion "Stunden der Entscheidung", dass sie mit Mohammad Zatareih einen der Männer, die diesen Marsch organisierten, ins Zentrum rückt – es war eben kein biblischer Exodus, der sich am 4. September 2015 in Richtung deutsche Grenze bewegte, auch wenn es so wirken konnte. Sondern es waren entschlossene Menschen, Individuen, die einer verzweifelten Situation entkommen wollten. Und dies mit Mut und Disziplin auch schafften.

Es mag dem historischen Abstand zum sogenannten Flüchtlingssommer geschuldet sein, dass dieser Film nun gesendet wird, die ARD arbeitet an einem ähnlichen Projekt. Aber es passt, dass "Stunden der Entscheidung" so kurz vor den ostdeutschen Landtagswahlen läuft. Die AfD wird aller Voraussicht nach triumphieren. Und ihr Aufstieg

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 35/2019.
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