Der Mann, der Deutschland von den Funklöchern erlösen soll, hat gerade einen kuriose Aufgabe. Jochen Homann, der Präsident der Bundesnetzagentur, muss selbst für ein Funkloch sorgen. Ein absolut zuverlässiges, das niemand umgehen kann: bloß kein Empfang, nirgends.

Vom 19. März an werden seine Leute deshalb sogar Störsender in ihrer Niederlassung in Mainz-Gonsenheim aktivieren, einer ehemaligen Kaserne, die Mitarbeiter "den Bunker" nennen. Dort soll eine Auktion stattfinden, die alles, was bei Sotheby's & Co. geschieht, in den Schatten stellt. Und der 66-jährige Homann ist so etwas wie der Chefauktionator.

Dabei ist das Gut, das hier an die Höchstbieter gehen wird, nicht einmal besonders glamourös: Man kann es nicht sehen, fühlen oder schmecken. Es geht um Frequenzen, eigentlich sogar nur um ihre Nutzung – also um eine Lizenz zum Mobilfunken. Allerdings: Wenn Daten der Rohstoff für die Wirtschaft der Zukunft sind, dann sind die Frequenzen für die nächste Generation des Mobilfunks namens 5G

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 11/2019.
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