Als der SPIEGEL vor zwei Jahren das erste Mal mit Abdull S. sprach, saß der Marokkaner gerade seine Jugendstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung im rheinland-pfälzischen Wittlich ab. Auf die Frage, wie es mit seinem Leben weitergehen solle, wenn er abgeschoben werde, antwortete er: "Ich komme einfach wieder zurück." Keine drei Monate nach der Abschiebung im Dezember 2017 schickte er eine E-Mail: "Ich möchte ihnen mitteilen, dass ich wieder in deutschland bin. Mit freundlichen Grüßen Abdull." Ein Jahr später schob ihn die luxemburgische Polizei nach einem Ausflug in das Großherzogtum erneut ab. Wieder meldete er sich, dieses Mal aus Marokko, er plane seine nächste illegale Einreise. Er schrieb: "Für mich ist Leicht nach Deutschland zu kommen."

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 30/2019.
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