Hillenbrand, 48, arbeitet seit 1991 bei der Bundespolizei. Er leitet die sogenannten Rückführungen am Düsseldorfer Flughafen und bildet Bundespolizisten zu Begleitern für Abschiebeflüge aus. 

SPIEGEL: Vom Düsseldorfer Flughafen heben jährlich rund 60 Sammelcharter mit ausreisepflichtigen Ausländern ab, so viele wie von keinem anderen deutschen Flughafen. Als Leiter der Rückführungen organisieren Sie die Flüge und zwingen Menschen, in ihre Heimat zurückzugehen. Fällt Ihnen der Job mitunter schwer?

Hillenbrand: Ja, wenn ich Familien an Bord bringe, die seit mehr als 20 Jahren in Deutschland leben, deren Kinder Ruhrpottslang reden und Trikots von Borussia Dortmund tragen. Die private Auffassung von Polizisten passt nicht immer zur dienstlichen Aufgabe. Ich sehe mich als Vertreter des Staatswillens.

SPIEGEL: Was motiviert Sie?

Hillenbrand: Ob jemand abgeschoben wird, entscheiden die Ausländerbehörden, wir Bundespolizisten setzen es um. Straftätern, die in unserem Land ständig die Regeln gebrochen

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