Paula Kurz sitzt im Zug von Marburg nach Berlin, vor ihr steht ein großer Rucksack. Darin stecken manuelle Vakuumsaugen. Mit diesen Geräten hat die 22-jährige Medizinstudentin in einem Workshop am Abend zuvor geübt, wie man einen Schwangerschaftsabbruch durchführt – an einer Papaya.

Die Tropenfrucht ist geformt wie eine Gebärmutter. Mit den Plastikgeräten saugten die Teilnehmer die schwarzen Kerne heraus. Sie lernten auf diese Weise eine Methode, mit der sich eine Schwangerschaft beenden lässt, durch die sogenannte Absaugung. Angeleitet wurde die Gruppe von einer Ärztin, die in ihrer Praxis Abtreibungen durchführt.

"Der Schwangerschaftsabbruch ist ein derart wichtiges Thema, dass man sich damit als angehende Ärztin oder angehender Arzt auseinandersetzen sollte", findet Kurz. In ihrem Studium an der Charité sei das Thema bislang kaum vorgekommen.

Kurz ist Mitglied der "Medical Students for Choice – Berlin", die schon sieben solcher Workshops in der Hauptstadt organisiert haben. Die Vereinigung

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 8/2019.
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