Ein weitläufiges Grundstück in Berlin-Spandau, hohe Zäune, Gestrüpp, schmucklose Hallen. Zwei Hallen werden als Bilderlager genutzt, Hunderte Gemälde befinden sich darin, viele davon nach Hitlers Geschmack. Nicht wenige gehörten ihm sogar.

Die Bilder wurden hier vom Deutschen Historischen Museum abgestellt, um vergessen zu werden. Das Berliner Museum betreut Tausende Kunstobjekte aus der NS-Zeit, in Spandau werden die mehr als 900 Gemälde gelagert, die Zeichnungen jener Jahre sind in einem anderen Depot.

Es ist merkwürdig still um diese Kunst, und das ist nicht gut fürs Land. Davon, dass alle schweigen, erledigen sich die Dinge nicht. Im Gegenteil. So viel ist erforscht und aufgeklärt worden, die Kunst von damals aber ist eine Art Tabu. Offenbar wird gerade den Bildern eine große, sogar gefährliche Macht unterstellt.

Manchmal sind nicht nur die Debatten von Interesse, die geführt werden, sondern es ist ebenso bezeichnend, welche gar nicht erst aufkommen. Viele der Werke von damals wären für

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 33/2019.
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