Die Köche der Lebensmittelindustrie mögen es süß - und billig: Sie versetzen Getränke, Desserts, Brot, Joghurts, Ketchup und Fertiggerichte mit einem Sirup, der oft aus preiswerter Maisstärke hergestellt wird.

Diese sogenannte Isoglukose verspricht mehr Gewinn als der übliche Haushaltszucker, die Saccharose. Für die Konsumenten kann dieser Sirup aber noch ungesünder sein. Bei Mäusen, an denen Wissenschaftler Darmtumore erforschen, beschleunigt der Konsum des Sirups das Wachstum von Darmpolypen; das vermeldeten Mediziner im März im Fachblatt "Science". Der an der Studie beteiligte Arzt Marcus Goncalves befürchtet: Ein Mensch mit Darmkrebs, der viel Isoglukose zu sich nimmt, könnte seinen "Tumor füttern".

Die Warnung kommt zu einer Zeit, in der dieser Sirup in Deutschland uneingeschränkt fließen darf.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 22/2019.
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