Der Stargast des Abends wurde mit stehenden Ovationen begrüßt. Federnden Schrittes betrat Bernd Lucke die Bühne. Im Juli 2013 war der Ökonomieprofessor noch die unbestrittene Nummer eins der Alternative für Deutschland (AfD). Bei dem Auftritt in Aachen wetterte er gegen den Euro und stimmte seine Anhänger auf den Bundestagswahlkampf ein.

Die Großveranstaltung war nicht billig. Aber die junge Partei konnte auf die Unterstützung einer Münchner PR-Agentur namens Wordstatt bauen, die über beste Kontakte zu reichen Gönnern verfügte. Wordstatt steuerte offenbar einen Gutteil der Aachener Saalmiete bei – rund 2500 Euro, per Vorkasse. Auf der offiziellen Rechnung tauchte freilich nur die AfD Nordrhein-Westfalen auf.

Heute erinnert man sich bei der Partei ungern an die Wordstatt GmbH und ihre Chefin Dagmar Metzger. Die Agentur steht im Zentrum einer Affäre um Zahlungen anonymer Unterstützer. Viele Indizien deuten darauf hin, dass vor allem ein Mann der Partei indirekt half: der Milliardär August von

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 49/2018.
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