Ghani, 70, ist seit 2014 afghanischer Präsident. Davor arbeitete er als Politikwissenschaftler in den USA. Seiner Wahl ging damals ein Konflikt mit seinem Gegenkandidaten Abdullah Abdullah voran, der das Ergebnis nicht akzeptierte. Erst nach internationaler Vermittlung einigten sich beide Seiten auf eine Machtteilung.


SPIEGEL: Herr Präsident, nach der Wahl am vergangenen Wochenende reklamieren mal wieder sowohl Sie als auch Ihr Konkurrent, Abdullah Abdullah, den Sieg für sich. Kommt ein ähnliches Chaos auf Afghanistan zu wie nach den Wahlen 2014?

Ghani: Ich halte mich strikt an die Regeln – nur die unabhängige Wahlkommission wird Ergebnisse bekannt geben.

SPIEGEL: Droht neuer Streit mit Ihrem jetzigen Regierungspartner Abdullah?

Ghani: Es darf kein Chaos wie 2014 geben. Eine neue Regierung muss ein klares Mandat für das ganze Land haben. Eine Regierung mit zwei Köpfen wie in den vergangenen fünf Jahren kann das nicht leisten.

SPIEGEL: In gut einem Drittel des Landes blieben die Wahllokale wegen

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 41/2019.
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