Für Airbus war es ein ganz besonderes Geschäft, das im April 2003 besiegelt wurde. Egyptair, einer der wichtigsten Kunden im Nahen Osten, hatte sieben Langstreckenmaschinen vom Typ A330 bestellt.

Überschwänglich feierte das deutsch-französische Gemeinschaftsunternehmen die Vertragsunterzeichnung in Kairo. "Die enge Partnerschaft mit Egyptair seit mehr als 20 Jahren bedeutet uns sehr viel", ließ Airbus verlauten.

Das Geschäft in Höhe von etwa einer Milliarde Euro verschaffte Airbus einen Erfolg im Wettlauf mit dem Rivalen Boeing, der im lukrativen Markt der Langstreckenflugzeuge lange als uneinholbar galt. Der Deal trug außerdem dazu bei, dass viele Tausend Arbeitsplätze in den Airbus-Werken in Hamburg, Bremen und Stade gesichert werden konnten.

Doch drei Monate nach der feierlichen Bekanntgabe geschah Sonderbares. Airbus unterzeichnete einen Beratervertrag, ganz im Verborgenen, ein Schriftstück, datiert vom Juli 2003, das niemals dazu bestimmt war, an die Öffentlichkeit zu gelangen.

Ein Manager

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 14/2019.
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