SPIEGEL: Herr Hoke, die Bundesregierung hat den Lieferstopp von Rüstungsgerät nach Saudi-Arabien gerade verlängert – zum Missfallen der Franzosen. Sind die Deutschen zu rigoros?

Hoke: Deutschland hat in dieser Frage eine isolierte Haltung, und das wird bei unseren Partnern in Europa als Problem gesehen – sowohl in der Politik als auch in der Wirtschaft. Aus Großbritannien werden wir Deutschen deswegen regelrecht angefeindet. Von dem französischen Teil der Firma vernehme ich häufig: "Warum hört eure Regierung in Berlin die Argumente ihrer Partner nicht?" Vor allem ein europäisches Unternehmen wie Airbus braucht eine einheitliche, staatenübergreifende Linie beim Thema Rüstungsexport.

SPIEGEL: Welche Auswirkungen hat dieser Lieferstopp für Sie?

Hoke: Wir können geschlossene Verträge wie das Grenzschutzsystem für Saudi-Arabien nicht erfüllen und stehen damit bei unseren Kunden vor Ort in der Schuld.

SPIEGEL: Europa in allen Ehren, aber muss eine deutsche Regierung nicht souverän über Rüstungsexporte

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 41/2019.
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