Zuletzt erinnerten die Spekulationen um die Zukunft von Friedrich Merz an eine Neuauflage des TV-Klassikers von Robert Lembke: heiteres Beruferaten. Es verging kaum ein Tag ohne neue Ideen, was Merz künftig alles machen könne. Sie stammten von seinen Fans aus dem konservativen Flügel der CDU oder von der "Bild"-Zeitung und wurden mit der Zeit immer kreativer. Oder verzweifelter.

Er könne sich Merz nach wie vor als Kanzlerkandidaten seiner Partei vorstellen, träumte Günther Oettinger, kurz nachdem sein Freund im Rennen um den CDU-Vorsitz knapp gegen Annegret Kramp-Karrenbauer verloren hatte. Es folgten weitere Ideen, Spitzenkandidat der baden-württembergischen CDU bei der Landtagswahl zum Beispiel. Dass den Sauerländer Merz mit Baden-Württemberg in etwa so viel verbindet wie Lothar Matthäus mit Synchronschwimmen wurde allerdings übersehen.

Als Nächstes sollte Merz angeblich Spitzenkandidat des chronisch erfolglosen Berliner CDU-Landesverbands für das Amt des Regierenden Bürgermeisters werden.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 16/2019.
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