Als er zum Interview in die Trainingshalle des Europäischen Astronautenzentrums in Köln eilt, hat Gerst, 42, medizinische Untersuchungen hinter sich – tägliche Routine, seit er kurz vor Weihnachten heimgekehrt ist. Der Astronaut der Europäischen Raumfahrtagentur Esa wirkt ausgeruht und konzentriert. Ein halbes Jahr lang kreiste der Geophysiker zusammen mit der Amerikanerin Serena Auñón-Chancellor und dem Russen Sergej Prokopjew um die Welt. Als erster Deutscher übernahm Gerst am 3. Oktober 2018 auf der Internationalen Raumstation ISS sogar das Kommando.

SPIEGEL: Herr Gerst, erst vor wenigen Wochen sind Sie wieder auf der Erde gelandet. Wie geht es Ihnen heute?

Gerst: Überraschend gut, ich spüre so gut wie keine Auswirkungen der Schwerelosigkeit mehr. Nach den Monaten im All bin ich sogar fitter als jemals zuvor. Aber das wird wohl leider nicht so bleiben, allmählich holt mich der Büroalltag ein.

SPIEGEL: Wie ist das möglich? Astronauten leiden doch normalerweise unter Muskel- und Knochenschwund.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 4/2019.
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