In einer Mailänder Wohnung fand die italienische Polizei im Juni 1988 einen Brief der RAF an die italienischen Genossen: "Wir haben gelesen, dass die IRA bei ihrem versuchten Anschlag in Gibraltar großkalibrige Munition zünden wollte, falls ihr einen 'Spezialisten' habt, soll der mal sagen, ob das eventuell eine Möglichkeit zur Panzerbrechung sein kann." Das war 17 Monate vor dem Anschlag auf Alfred Herrhausen, den Chef der Deutschen Bank.

Technisch gesehen war der Anschlag auf den gepanzerten Dienstwagen Herrhausens für die RAF Neuland. Bei den zahlreichen Anschlägen zuvor gab es nur zwei Methoden: schießen oder simple Bomben legen. Gegen Autos wurden etwa Gasflaschen mit 50 Kilogramm Sprengstoff eingesetzt. Gebäude demolierte die RAF, indem sie Autobomben davorstellte. Nur einmal hatte sie etwas Neues gewagt: Mit einem selbst gebauten Raketenwerfer wollte sie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe angreifen. Das scheiterte, weil der Zeitzünder nicht aktiviert war. 

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