Alle Jahre wieder, kurz vor Silvester, bricht in den Finanzabteilungen deutscher Parteien hektische Betriebsamkeit aus. Spätestens am 31. Dezember müssen sie ihre Rechenschaftsberichte für das Vorjahr beim Bundestag einreichen. Darin haben sie Zeugnis abzulegen über Einnahmen und Ausgaben, über Besitz- und Schuldposten – und über die Spenden, die ihnen politische Gönner überlassen haben.

Besonders hektisch dürfte es vor dem Jahreswechsel bei der AfD zugegangen sein. Bis kurz vor Ablauf der Abgabefrist hatten Bundesschatzmeister Klaus Fohrmann und seine Mitstreiter an der Bilanz für das Geschäftsjahr 2017 getüftelt. Keine leichte Aufgabe: Fohrmann und seine Kollegen mussten Erklärungen für eine Reihe heikler Transaktionen liefern, die ihre Partei in einen handfesten Spendenskandal manövriert hatten.

Im Zentrum der Turbulenzen stand zunächst Alice Weidel, Chefin der AfD-Bundestagsfraktion, deren Kreisverband eine dubiose Wahlkampfspende über rund 130.000 Euro erhalten hatte. Die AfD schickte

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 9/2019.
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