Morgens um halb acht ist es noch einsam auf der Zugspitze. Der Bergführer Thomas Schmitt, 49, berührt kurz das goldfarbene Gipfelkreuz und setzt seinen Helm auf.

Er hat die erste Gondel hinauf genommen. Schmitt, ein drahtiger Mann, der eine Bärenruhe ausstrahlt, führt eine Tour auf den Jubiläumsgrat, der vom höchsten Berg Deutschlands hinüber zu einem der schönsten Berge der Alpen führt, zur Alpspitze. Der Himmel ist klar, leichter Wind. Schon nach ein paar Schritten fällt der Blick aus mehr als 2900 Metern steil hinab ins Höllental.

"Hier hat es schon den einen oder anderen hinuntergehauen", sagt Schmitt trocken. Im nächsten Moment erstarrt er. Eine verschwitzte Gestalt in kurzer Hose und einem knallorangen T-Shirt erscheint wie aus dem Nichts.

"Servus, ich bin der Tobias."

Der junge Mann erzählt, er sei ein Bergläufer und noch schnell vor der Arbeit auf die Zugspitze gestiegen. "Eine gute Trainingseinheit." Vor Sonnenaufgang sei er bei sich zu Hause in Garmisch aufgebrochen, mit der Stirnlampe

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 29/2019.
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