Das habe er jetzt nicht erwartet, sagt der junge Mann in der schwarzen Daunenjacke. Ein Laden, in dem es nichts zu kaufen gibt, in dem an den Artikeln nicht mal ein Preisschild klebt? "Schon ein bisschen schwach", findet er.

Ku'damm, Berlins bekannteste Einkaufsadresse. Einen Monat vor Weihnachten hat der Onlinehändler Amazon hier seinen ersten physischen Laden in Deutschland eröffnet: viel Holz, graue Sofas, eine mit silberfarbenen Kugeln geschmückte Tanne. Aus Lautsprechern tönt: "Last Christmas". Am Nachmittag sollen die Kunden Plätzchen backen, unter Anleitung. Es ist ein Lagerfeuer-Kapitalismus, den Amazon inszeniert, warm und heimelig. Und das Gegenteil von dem, wofür der Konzern sonst steht, wenn er etwa wegen seiner Arbeitsbedingungen und Steuerpraktiken kritisiert wird.

Kaufen kann man tatsächlich nichts. Man wolle die Kunden vor allem "inspirieren", sagt ein Sprecher. Was gefällt, sollen die Leute vor Ort per Smartphone oder später zu Hause über die Website bestellen. Ob das Berliner

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 48/2018.
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