Die Landräuber fühlten sich so sicher, dass sie die Zerstörung des Schutzgebiets der Karipuna per WhatsApp ankündigten: Ab dem 20. August würde das Indigenenland in Flammen aufgehen, schrieben sie in einer geschlossenen WhatsApp-Gruppe. Ein Informant des kirchlichen Indigenenhilfswerks Cimi machte den Chat öffentlich. 

Seither liegt eine angespannte Ruhe über dem Schutzgebiet im brasilianischen Amazonas-Bundesstaat Rondônia. Trotz der Drohung wird keiner der Zugänge von der Indigenenbehörde Funai bewacht, die für den Schutz der Karipuna zuständig ist. Dutzende Feldwege und Pfade führen in ihr Reservat. Die meisten beginnen in União Bandeirantes, einer staubigen Stadt, die etwa 20 Kilometer vom Schutzgebiet entfernt liegt. "Wir haben Angst vor den Leuten aus União Bandeirantes", sagt Kazike Adriano, ein Anführer der Indigenen.

Rodônia steht im Fokus der Öffentlichkeit wie nie zuvor. Der Bundesstaat ist besonders hart betroffen von den Waldbränden im Amazonasgebiet, die seit Tagen die Welt aufrütteln.

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