Kesselmeier, 68, ist am Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz tätig. In einem abenteuerlichen Projekt hat er im Norden von Brasilien einen 325 Meter hohen Turm aus Stahl mitten in den Regenwald gestellt. Sensoren an diesem Turm sollen zentrale Klimaprozesse, etwa Gasaustausch oder Verdunstung, so detailliert wie nie zuvor erfassen.

SPIEGEL: Herr Kesselmeier, wie geht‘s Ihrem Turm?

Kesselmeier: Bestens. ATTO, also das "Amazon Tall Tower Observatory" ist seit Anfang 2016 voll funktionsfähig. Jeden Tag um Mitternacht kommen die Daten per Satellit nach Mainz, wo wir sie aufbereiten und umgehend mit unseren brasilianischen Kollegen teilen. Der Turm steht weit weg von den Abgasen einer Metropole, weit weg von Touristenströmen und ist von der Großstadt Manaus dennoch per Geländewagen und Boot innerhalb von sechs Stunden zu erreichen, wenn mal etwas kaputt ist. Wir blicken hier mit einer Fülle von Instrumenten auf mehrere hundert Quadratkilometer unberührter Waldfläche. Wissenschaftlich ist das

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