Es ist die literaturwissenschaftliche Studie "Der Tyrann: Shakespeares Machtkunde für das 21. Jahrhundert" von Stephen Greenblatt. Darin untersucht er, wie sich Shakespeare mit Machtmissbrauch, unfähigen Herrschern und monarchischer Grausamkeit auseinandersetzt.

In den Stücken von Shakespeare lesen wir keine bloß verurteilende, sondern eine nuancierte, nahezu liebevolle Beschäftigung mit tyrannischen Königen. Sie seien oft die interessantesten Figuren, von denen man den Blick nicht abwenden könne, schreibt Greenblatt. In seinem Globe Theatre habe man Herrscher darstellen können, die die abscheulichsten Dinge tun, doch Shakespeare sei nie festgenommen worden. Offenbar habe er ein besonderes Gespür für Macht gehabt - und für jene, die sie ausüben.

Das Buch basiert auf einem Artikel, den Greenblatt einen Monat vor der Präsidentschaftswahl 2016 für die "New York Times" verfasste. Dort beschreibt er, ohne den Kandidaten der Republikaner und heutigen Präsidenten nur einmal zu nennen, die Wege,

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 33/2019.
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