Die Drohne stieg in die Höhe und nahm Kurs auf ein Berliner Wahrzeichen: den in der Spree verankerten "Molecule Man", ein 30 Meter hohes Kunstwerk aus Aluminiumfiguren. Flüchtlingsaktivisten waren gerade dabei, einem der Kolosse eine riesige Rettungsweste anzuziehen, um auf das Sterben im Mittelmeer aufmerksam zu machen.

Doch die Drohne, die das Spektakel am 17. Mai filmte, flog im gesperrten Luftraum und schwebte in der Nähe eines Hochhauses, in dem das Bundeskriminalamt (BKA) residiert. Polizisten rückten aus und brachten einen Störsender vom Typ HP 47 in Stellung. Mit dem schultergestützten Funkwellengewehr können die Flugobjekte zum Abdrehen gezwungen werden. Tatsächlich, so bestätigte nun das BKA, sei durch den Einsatz "der Anflug der Drohne gestoppt" worden.

Dass zur Durchsetzung der staatlichen Lufthoheit Hightechattacken zum Einsatz kommen, ist bemerkenswert. Der Vorgang zeigt, wie angespannt die Behörden auf den zunehmenden Drohnenverkehr am Himmel über Berlin reagieren. Im vergangenen

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