Katzenjammer? Nein, überhaupt nicht. Der Karneval ist vorbei, es ist der Morgen nach dem Aschermittwoch, und Annegret Kramp-Karrenbauer sitzt in ihrem Büro im Konrad-Adenauer-Haus und bereut nichts, kein Wort.

Ein bisschen ist sie da reingerutscht, aber dann hat sie sich entschieden dortzubleiben, im Schlamassel.

Es ist ja keine Kleinigkeit, mit dem dritten Geschlecht ein Witzchen zu machen. Diese Menschen mögen nur eine kleine Minderheit sein, aber andere Minderheiten sind dann sofort solidarisch, und die liberale Mitte hat die Haltung zum dritten Geschlecht seit einiger Zeit zum Maßstab für die liberale Haltung gemacht. Da kommt einiges an Gegnern zusammen für Kramp-Karrenbauer.

Sie will das jetzt so.

Erst das Reinrutschen. Sie war angeklagt beim "Stockacher Narrengericht", einem Höhepunkt der süddeutschen Fastnacht. Ihr Delikt: die Entmannung der CDU. Weil die Parteichefin es lustig fand, sprach sie über Toiletten für das dritte Geschlecht in Berlin. "Das ist für die Männer, die noch nicht

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 11/2019.
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