Für Annegret Kramp-Karrenbauer ging es zuerst um Selbstverteidigung. Sie übernehme ihr neues Amt "mit vollem Herzen und auch voller Überzeugung", beteuerte sie in Fernsehinterviews. In einer großen Sonntagszeitung versicherte sie: "Ich würde nie in ein Amt hineingehen aus dem Kalkül heraus, das kann mir nützlich sein oder nicht." Den Soldaten versprach sie in ihrem ersten Tagesbefehl: "Sie können sich auf mich verlassen."

Die Botschaft: Ich nehme meinen neuen Job ernst. Ich nehme die Truppe ernst.

Dass es dieser Botschaft überhaupt bedurfte, hat Kramp-Karrenbauer sich selbst zuzuschreiben. Seit ihrer Bewerbungsrede um den CDU-Vorsitz hat sie immer wieder betont, kein Ministeramt im Kabinett Angela Merkels anzustreben. Noch am 3. Juli sagte sie in der "Bild" einen Satz, der ihr seitdem anhängt: "Ich habe mich bewusst entschieden, aus einem Staatsamt in ein Parteiamt zu wechseln", in der CDU gebe es noch "viel zu tun".

Genau genommen schloss sie damit einen Wechsel ins Kabinett nicht

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