Wie tritt man an die Stelle eines Gottes? Der "Economist" stellte Apple-Gründer Steve Jobs einmal als Heiland dar, das "New York Magazine" bezeichnete ihn als "iGod". Und Tim Cook, sein Nachfolger, wer ist Tim Cook?

Das ist auch nach acht Jahren, die Cook nun im Amt ist, noch immer schwer zu sagen. Ihn selbst kann man nicht fragen, Apple hat eine Interviewanfrage abgelehnt, ebenso wie die Bitten um Gespräche mit diversen anderen Apple-Größen. Aber Cook wird ohnehin meist dadurch definiert, wer oder was er alles nicht ist.

Er ist kein Visionär, wie Jobs einer war. Er ist kein Zauberer, kein Schöpfer neuer Welten. Er hat die Firma nicht zu neuen innovativen Höhenflügen geführt. Er hat nur wenig Humor und kaum Charisma. Er hat kein großes Ego. Er ist sicher nicht "der Philosoph des 21. Jahrhunderts", wie eine SPIEGEL-Titelgeschichte vor bald zehn Jahren den Mann nannte, der ihn eingestellt hatte: Jobs. Überhaupt, er ist einfach nicht Steve Jobs, und das wollen ihm viele noch immer nicht verzeihen.

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 13/2019.
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