Markus Rex erinnert sich gern an die Zeit, als sie mit 120 Sachen quer über den zugefrorenen Fjord geheizt sind. Er zeigt auf ein Foto auf seinem Computerbildschirm. Zu sehen ist ein Motorschlitten auf horizontweiter Schneefläche. "März 1992" steht links oben. Rechts im Vordergrund ragt ein riesiger Block aus blau leuchtendem Eis ins Bild. "Das hat Spaß gemacht", sagt Rex.

Damit ist Schluss, lange schon. "Heute sieht das Frühjahr in unserer Forschungsbasis am Kongsfjord auf Spitzbergen so aus", sagt der Polarforscher vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) in Bremerhaven und klickt ein zweites Foto an. "Offenes Meer", konstatiert Rex. Nur eine vereinzelte taunasse Scholle, auf der ein Eiderentenpaar Zuflucht gesucht hat, dümpelt an der Wasseroberfläche. Mit Wehmut hat Rex verfolgt, wie im Verlauf seiner rund 25-jährigen AWI-Karriere das Meereis vor Spitzbergen Jahr um Jahr geschwunden ist.

Es ist der Klimawandel, der hier sein Werk im Zeitraffer verrichtet. Sosehr sich die Prognosen verschiedener

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 38/2019.
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