Michael Walter / DER SPIEGEL

Alarmierende Studie

Unverständliche Arztbriefe gefährden Patientenleben

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Eine neue Studie zeigt, dass Mediziner häufig missverstehen, was ihre Kollegen empfehlen. Was kann man dagegen tun? Von Franziska Draeger

Nach der richtigen Diagnose ergibt sich die helfende Therapie oft wie von selbst. Dazu gehört aber, dass Ärzte verständlich zu Papier bringen, was dem Patienten fehlt. Genau das fällt vielen Medizinern schwer. Typisches Beispiel: "Nach konsiliarischer Abwägung der Therapieoptionen", schreibt ein Kliniker, "wurde gegen eine Operation entschieden, da unter den abführenden Maßnahmen im Sinne von Stuhlweichmacher eine Reposition problemlos erfolgte." Alles klar?

In einem anderen Arztbrief notiert der Verfasser: "Bei ausgeprägter Hyperhidrosis im Rahmen einer nicht senkbaren Hyperthermie wurde der Patient engmaschig bilanziert."

Medizinischen Laien sagen solche Sätze wenig bis nichts - was nicht weiter schlimm wäre, wenn wenigstens die weiterbehandelnden Allgemeinmediziner verstehen würden, was ihre Kollegen ihnen sagen wollen. Genau das ist aber oft nicht der Fall, wie jetzt eine Studie zur Sprache in Arztbriefen der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf zeigt. Von 197 befragten Hausärzten gaben

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Dieser Beitrag erschien zum ersten Mal in der SPIEGEL-Ausgabe 34/2019.
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