Wenn Sie eines Tages wissen wollen, warum der hochradioaktive Müll ausgerechnet bei Ihnen vergraben wird, müssen sie Wolfram König fragen. Der 61-Jährige, groß, schlank, graue Haare, Typ Sportlehrer, ist Chef des Bundesamts für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE). Die Bundesregierung hat ihn beauftragt, die Suche nach einem Endlager für Atommüll zu überwachen.

Dort, wo er fündig wird, sollen die 1900 Castorbehälter lagern, deren hochradioaktiven Inhalt die deutsche Kernenergie produziert hat. Als hätte der Bauer die Kuh gemolken, ohne sich um den Mist zu scheren, an dem er dann zu ersticken droht. Weil die Strahlungen aus einem undichten Behälter für Menschen tödlich wären, sollen die tickenden Zeitbomben in einem steinernen Sarg tief unter der Erde vergraben werden.

Bisher liegen die Abfälle, die einen Zug von elf Kilometern bilden würden, in mehreren Zwischenlagern. Nur für schwach- bis mittelradioaktiven Müll ist bereits ein Endlager gefunden: Der stillgelegte Eisenerz-Bergwerkschacht

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